Fußpilz – Ursachen

Die Ursachen für Fußpilz

Fußpilz UrsachenAn der Entstehung einer Pilzinfektion an den Füßen sind verschiedene Fußpilz-Ursachen beteiligt. Für die Entstehung einer Fußpilz-Infektion sind zum einen die verschiedenen Erreger der drei Hauptgruppen krankheitsauslösender Pilze (Dermatophyten, Hefepilze oder Schimmelpilze) selbst verantwortlich. Die Ansteckung mit diesen Erregern erfolgt dabei in der Regel entweder durch eine direkte oder eine indirekte Schmierinfektion. Zum anderen müssen prädisponierende Faktoren, die eine Vermehrung der Pilzerreger im menschlichen Organismus und damit die Entstehung einer Fußpilz-Infektion begünstigen, gegeben sein. Zu diesen Faktoren gehört insbesondere ein geschwächtes Immunsystem, etwa durch andere Grunderkrankungen wie Diabetes, sowie ein feucht-warmes Klima, in dem die Pilze gut gedeihen.

Welche Erreger sind für Fußpilz verantwortlich?

Für einen Fußpilz können grundsätzlich entweder Dermatophyten, Hefepilze oder Schimmelpilze verantwortlich sein. Bei diesen Erregern handelt es sich um die drei Hauptgruppen von krankheitsauslösenden Pilzen, die im sogenannten DHS-System nach Rieth als Verursacher von Pilzinfektionen definiert sind. Die meisten Pilzinfektionen der Füße werden jedoch durch Dermatophyten verursacht, während Hefepilze und Schimmelpilze nur in seltenen Fällen für einen Fußpilz verantwortlich sind.

  • Dermatophyten: Diese Pilze werden auch als Fadenpilze bezeichnet und befallen speziell die Haut und deren Anhangsgebilde, die Nägel und Haare. Pilzerkrankungen, die durch Dermatophyten verursacht werden, werden auch Dermatophytosen oder Tinea genannt. Zu den wichtigsten Vertretern der Gruppe der Dermatophyten gehören die Gattungen Trichophyton, Mikrosporum und Epidermophyton. Die häufigsten Verursacher von Fußpilz sind dabei die Pilzerreger Trichophyton rubrum und Trichophyton interdigitale, die sich bevorzugt an den Füßen und Fußnägeln ansiedeln.
  • Hefepilze: Diese Pilze vermehren sich durch Sprossung oder Spaltung und werden daher auch als Sprosspilze bezeichnet. Wichtige Vertreter der Gruppe der Hefepilze sind die Gattungen Candida, Cryptococcus und Pityrosporum. Einer Fußpilz-Infektion durch Hefepilze liegen meist Candida-Arten, insbesondere der Erreger Candida albicans, zugrunde. Ein durch Candida verursachter Fußpilz betrifft meist die Zehenzwischenräume und wird daher auch als Candidosis interdigitalis bezeichnet.
  • Schimmelpilze: Diese Pilze verursachen meist systemische Mykosen im Inneren des Körpers, kommen aber auch als Verursacher einer oberflächlichen Mykose wie Fußpilz in Frage. Ein Vertreter der Gruppe der Schimmelpilze, der für eine Fußpilz-Infektion verantwortlich sein kann, ist beispielsweise der Schimmelpilz Scopulariopsis brevicaulis.

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Wie erfolgt die Übertragung der Erreger von Fußpilz?

Die Übertragung der für Fußpilz verantwortlichen Erreger erfolgt in der Regel von Mensch zu Mensch durch eine sogenannte Schmier- bzw. Kontaktinfektion. Hierbei sind mit der direkten und der indirekten Schmierinfektion grundsätzlich zwei verschiedene Übertragungswege möglich. Bei der direkten Schmierinfektion werden die Fußpilz-Erreger beim direkten Hautkontakt mit dem infizierten Fuß eines anderen Menschen, etwa bei Kontaktsportarten wie Judo, übertragen. Bei der indirekten Schmierinfektion erfolgt die Ansteckung dagegen indirekt durch den Hautkontakt mit kontaminierten Gegenständen (z.B. Schuhe oder Socken) oder Oberflächen (z.B. Fuß- oder Teppichböden).

Die indirekte Schmierinfektion stellt dabei den weitaus häufigeren Übertragungsweg dar. So kommt es in den meisten Fällen durch herumliegende von infizierten Menschen abgesonderte Hautschüppchen, die Pilzpartikel enthalten, zu einer indirekten Übertragung der Fußpilz-Erreger. Infizierte Menschen verlieren diese Hautschüppchen insbesondere beim Barfußlaufen und verteilen sie dann unsichtbar auf dem Fußboden, von wo aus sie auf die Fußhaut gesunder, ebenfalls barfußlaufender Menschen gelangen und dort einen Fußpilz verursachen können.

Das Risiko einer Ansteckung mit Fußpilz ist daher vor allem dort besonders groß, wo viele Menschen barfuß laufen. Hierzu gehören unter anderem öffentliche Nasseinrichtungen wie Gemeinschaftsduschen, Schwimm- und Freibäder oder Sauna-Anlagen sowie Sporthallen, Hotelzimmer, Ferienanlagen und Campingplätze. Insbesondere das Barfußlaufen in öffentlichen Nasseinrichtungen birgt dabei ein hohes Ansteckungsrisiko, da die Fußpilz-Erreger in einem feucht-warmen Milieu besonders gut gedeihen.

Welche Risikofaktoren begünstigen Fußpilz?

Die Übertragung der Fußpilz-Erreger durch eine direkte oder indirekte Schmierinfektion alleine verursacht noch keinen Fußpilz. Ob es nach der Ansteckung tatsächlich zu einem Ausbruch der Erkrankung kommt, hängt davon ab, ob Risikofaktoren vorliegen, die die Vermehrung der ursächlichen Erreger und damit die Entstehung einer Fußpilz-Infektion begünstigen. Zu den wichtigsten Risikofaktoren gehören dabei neben einer familiären Disposition ein geschwächtes Immunsystem, ein feucht-warmes Klima sowie vorhandene Eintrittspforten in der Haut.

Geschwächtes Immunsystem:

Normalerweise wird die körpereigene Immunabwehr ohne Probleme mit den Fußpilz-Erregern fertig und verhindert deren Vermehrung und den Ausbruch einer Fußpilz-Infektion. Erst wenn das Immunsystem durch bestehende Grunderkrankungen oder andere Faktoren geschwächt ist und die Ausbreitung der Pilze nicht ausreichend bekämpfen kann, kommt es zu einem Fußpilz.

Zur Risikogruppe der Menschen, die besonders anfällig für Fußpilz sind, gehören daher unter anderem ältere Menschen, Diabetiker, HIV-Infizierte und Raucher. Darüber hinaus sind auch Menschen, die eine Operation, Transplantation oder Chemotherapie hinter sich haben, übergewichtig sind, an Durchblutungsstörungen in den Füßen und Beinen leiden oder Medikamente einnehmen, die das Immunsystem unterdrücken, besonders anfällig für Fußpilz.

Feucht-warmes Klima:

In einem feucht-warmen Klima gedeihen die ursächlichen Fußpilz-Erreger besonders gut. Aus diesem Grund sind vor allem aktive Sportler, insbesondere Schwimmer, Läufer, Tennisspieler und Fußballer, häufig von Fußpilz betroffen. Diese kommen in Gemeinschaftsduschen, Umkleidekabinen und Schwimmbädern zum einen besonders häufig mit den Fußpilz-Erregern in Kontakt. Zum anderen begünstigt das feucht-warme Milieu, das in Turnschuhen aufgrund der vermehrten Schweißbildung der Füße herrscht, eine Ausbreitung der Fußpilz-Erreger.

Weitere Gründe für das Vorliegen eines feucht-warmen Klimas im Bereich der Füße sind zu enge oder zu wenig luftdurchlässige Schuhe oder Strümpfe, die die Durchblutung und Belüftung der Füße behindern, eine erhöhte Schweißbildung bei Schweißfüßen, Fehlstellungen des Fußes und eine mangelhafte Fußhygiene bzw. ein schlechtes Abtrocknen der Füße nach dem Duschen.

Eintrittspforten in der Haut:

Um eine Fußpilz-Infektion hervorrufen zu können, muss der ursächliche Erreger zunächst die natürliche Schutzschicht der Haut überwinden. Insbesondere kleinere Hautrisse und Verletzungen an den Füßen oder Nägeln dienen den Fußpilz-Erregern dabei als Eintrittspforten in die Haut und begünstigen die Entstehung einer Fußpilz-Infektion. Diese Hautverletzungen können unter anderem durch zu enge Schuhe und Fußfehlstellungen wie Hammerzehen oder Senk-, Spreiz- und Plattfüße, die die Entstehung von Druck- und Wundstellen an den Füßen begünstigen, verursacht werden. Darüber hinaus kann die Fußhaut auch durch zu häufiges Reinigen mit aggressiven Seifen, Duschgels oder Sprays geschädigt werden.

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