Fußpilz – Symptome

Welche Symptome verursacht ein Fußpilz?

Fußpilz SymptomeZu den typischen Symptomen einer Fußpilz-Infektion, die häufig an beiden Füßen gleichzeitig auftritt, gehören eine weißliche, aufgequollene oder nässende Fußhaut, eine Rötung und Schuppung der infizierten Hautstellen und die Bildung von Blasen oder Pusteln sowie kleinen Hautrissen. Außerdem kann es zu Juckreiz, Brennen, Schmerzen und einem unangenehmen Geruch an den betroffenen Hautstellen kommen. Diese Fußpilz-Symptome treten nicht immer gleichzeitig auf und variieren in ihrem Stärkegrad.

In etwa 80 Prozent der Fälle tritt der Fußpilz in den Zehenzwischenräumen auf; aber auch die Zehen selbst (ca. 28 Prozent), die Fußsohlen und der Fußrand (ca. 28 Prozent) sowie seltener der Fußrücken (ca. 6 Prozent) können von Fußpilz betroffen sein. Je nachdem, wie und wo sich die Symptome einer Pilzinfektion des Fußes manifestieren, können drei verschiedene Erscheinungsformen von Fußpilz unterschieden werden, und zwar

  1. die interdigitale Form,
  2. die squamös-hyperkeratorische Form und
  3. die vesikuläs-dyshidrotische Form.

Interdigitale Form von Fußpilz:

Die interdigitale Form – auch Tinea pedis interdigitalis, interdigitaler Fußpilz oder Interdigitalmykose genannt – bei der die Pilzinfektion in den Zehenzwischenräumen auftritt, ist die häufigste Form von Fußpilz. Die ersten Symptome dieser Form von Fußpilz zeigen sich meist zwischen dem vierten und fünften Zeh. Im Anfangsstadium äußert sich die Infektion dabei meist durch eine feuchte und aufgeweichte Haut (Mazeration) sowie einen unangenehmen Juckreiz zwischen den Zehen.

Im weiteren Verlauf können die betroffenen Hautstellen unter anderem schuppig werden und sich abpellen, so dass darunter eine gerötete Hautschicht sichtbar wird. Außerdem bilden sich oft kleine Bläschen bzw. Pusteln sowie tiefe, schmerzhafte Hautrisse, die das Eindringen weiterer Erreger, beispielsweise Bakterien, begünstigen. Zudem wird der Fußpilz oft von einem unangenehmen Geruch begleitet.

Der interdigitale Fußpilz kann mitunter jahrelang unerkannt und unbehandelt bleiben. Wird der Fußpilz nicht behandelt, kann er sich von den Zehenzwischenräumen aus auf den übrigen Fuß ausbreiten. Aus diesem Grund sollten auch schwächere Symptome, wie sie im Anfangsstadium der Erkrankung auftreten, nicht ignoriert, sondern zeitnah behandelt werden.

 

ANZEIGE

Canesten Creme Extra

Canesten Creme günstig bei Medpex bestellen

 

Squamös-hyperkeratorische Form von Fußpilz:

Bei der squamös-hyperkeratorischen Form von Fußpilz beginnt die Pilzinfektion nicht zwischen den Zehen, sondern an den Fußsohlen. Sie wird deshalb auch Tinea pedis plantaris oder Mokassin-Mykose genannt. Von den Fußsohlen aus greift sie im weiteren Verlauf langsam auf die Fußkanten und den Fußrücken über. Zu den typischen Symptomen dieser Form von Fußpilz gehören im Anfangsstadium eine verstärkte Trockenheit und Schuppung der Haut an den Fußsohlen.

Im weiteren Verlauf kommt es zu einer übermäßigen Verhornung (Hyperkeratose) der schuppigen (squamös) Haut mit der Bildung dicker Hornhautschichten und zur Entstehung von schmerzhaften Hautrissen. Diese auch als Rhagaden bezeichneten Hautrisse entwickeln sich vor allem an den besonders belasteten Fersen. Von den Betroffenen wird die squamös-hyperkeratorische Form von Fußpilz oft nicht als Fußpilz erkannt, sondern als trockene Haut fehlinterpretiert.

Vesikulös-dyshidrotische Form von Fußpilz:

Die vesikulös-dyshidrotische Form von Fußpilz hat ihren Ausgangspunkt in der Regel im Bereich des Fußgewölbes und der Fußkanten. Hier bilden sich als Hauptsymptom kleine, mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen, die aufgrund der dicken Hornschicht an den Fußsohlen nicht spontan platzen, sondern eintrocknen. In der Folge leiden die Betroffenen häufig unter einem Spannungsgefühl und Juckreiz der Fußhaut.

Mögliche Komplikationen bei Fußpilz

Ein Fußpilz muss in jedem Fall behandelt werden, da er von alleine nicht wieder abheilt. Bleibt er über einen längeren Zeitraum unerkannt und unbehandelt oder wird er nicht konsequent genug über den empfohlenen Zeitraum hinweg behandelt, besteht die Gefahr, dass sich die Pilzinfektion weiter bzw. erneut ausbreitet oder ernste Komplikationen nach sich zieht. So kann ein Fußpilz der Zehenzwischenräume beispielsweise auf den gesamten Fuß oder auf die Fußnägel übergreifen und dort zu einer Nagelpilz-Infektion führen.

Aber auch das Risiko, dass sich der Fußpilz auf andere Hautpartien und Körperstellen ausbreitet, ist grundsätzlich gegeben. Gefährdet sind dabei vor allem Körperregionen, in denen ein feucht-warmes Milieu herrscht, etwa die Leisten oder die Achseln. Zu einer Infektion anderer Körperregionen kann es etwa dadurch kommen, dass sich ein Betroffener mit den bloßen Händen an den juckenden Füßen kratzt oder nur ein einziges Handtuch für das Abtrocknen der Füße und anderer Körperstellen benutzt.

Eine weitere mögliche Komplikation bei Fußpilz ist die zusätzliche Entstehung einer bakteriellen Infektion, etwa einer Wundrose (Erysipel). Durch die Besiedelung mit Pilzen ist nämlich die natürliche Abwehr der Haut geschädigt, so dass Bakterien und auch Viren leichter in die Haut eindringen und dort zu ernsthaften Entzündungen führen können.

Diese Website verwendet Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Akzeptieren
nothing