Fußpilz – Diagnose

Wie wird Fußpilz diagnostiziert?

Fußpilz DiagnoseDie Diagnose einer Fußpilz-Infektion erfolgt durch eine klinische Inspektion der befallenen Fußbereiche und ein Anamnese-Gespräch, gefolgt von einer mikroskopischen Untersuchung, bei der der Fußpilz-Erreger im sogenannten Nativpräparat nachgewiesen wird. Im nächsten Schritt kann zur Fußpilz-Diagnose im Labor eine Pilzkultur angelegt werden, um den genauen Fußpilz-Erreger zu bestimmen.

Klinische Inspektion und Anamnese:

Die Verdachtsdiagnose Fußpilz lässt sich in der Regel ganz einfach durch eine klinische Inspektion der Füße und ein Anamnese-Gespräch stellen. Hierfür führt der behandelnde Arzt – in der Regel ein Hautarzt – zunächst eine körperliche Untersuchung des Patienten durch, bei der er die betroffenen Hautstellen an den Füßen durch bloßes Anschauen genau begutachtet. Anhand der charakteristischen Symptome und Hautveränderungen kann der Arzt dabei meist schon erkennen, ob es sich um einen Fußpilz handelt. Eine Reihe leicht erkennbarer Symptome, darunter etwa eine Rötung, Schuppung und Bläschenbildung der Fußhaut weisen nämlich meist schon auf einen Fußpilz hin.

Weitere Hinweise darauf, ob es sich bei den Hautveränderungen um Fußpilz handelt, erhält der Arzt in einem Anamnese-Gespräch. In diesem Gespräch fragt der Arzt den Patienten beispielsweise, ob dieser unter weiteren Beschwerden wie etwa Jucken, Brennen oder Schmerzen an den Füßen leidet. Außerdem versucht der Arzt mögliche Risikofaktoren und
Ursachen für die Fußpilz-Infektion zu identifizieren, indem er den Patienten unter anderem fragt, ob er zur Schweißbildung an den Füßen neigt, häufig öffentliche Duschen und Schwimmbäder nutzt oder oft luftundurchlässige oder zu enge Schuhe trägt.

 

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Nachweis des Fußpilz-Erregers im Nativpräparat:

Um eindeutig feststellen zu können, ob es sich bei der Hautinfektion um einen Fußpilz handelt, reichen die klinische Inspektion und die Anamnese nicht aus. Hierfür ist der mikroskopische Nachweis des Fußpilz-Erregers im sogenannten Nativpräparat notwendig. Bei dem Nativpräparat handelt es sich im Falle von Fußpilz um eine Haut- oder Schuppenprobe der infizierten Fußhaut, die der Arzt mit einem Spatel abschabt.

Dieses Probematerial trägt der Arzt anschließend auf einen Objektträger auf und untersucht es mit 25- bis 400-facher Vergrößerung unter dem Mikroskop. Lässt sich bei dieser mikroskopischen Untersuchung nachweisen, dass sich Pilzelemente im Nativpräparat befinden, ist die Diagnose Fußpilz sichergestellt. Die Bestimmung, um welche Art von Fußpilz-Erreger es sich genau handelt, ist unter dem Mikroskop allerdings meist nicht möglich. Deshalb wird im nächsten Schritt oft eine sogenannte Pilzkultur angelegt, um den genauen Fußpilz-Erreger zu identifizieren.

Bestimmung des Fußpilz-Erregers mit einer Pilzkultur:

Für die weitere und gezielte Behandlung von Fußpilz mit dem passenden Medikament ist es oft wichtig zu wissen, welche Art von Erreger genau für die Infektion verantwortlich ist, sprich, ob es sich bei dem ursächlichen Fußpilz-Erreger um Dermatophyten, Hefepilze oder Schimmelpilze handelt. Aus diesem Grund kann im Rahmen der Fußpilz-Diagnostik das Anlegen einer Pilzkultur zur genauen Erregerbestimmung notwendig werden.

Hierbei wird der Erreger mithilfe einer Haut- oder Schuppenprobe der infizierten Fußhaut im Labor auf einem geeigneten Nährboden bei einer Temperatur von 28 Grad Celcius bzw. Raumtemperatur angezüchtet. Aus den gewachsenen Pilzkolonien lässt sich anschließend auf die spezifische Pilzart schließen. Bis das genaue Ergebnis dieser Untersuchung vorliegt, kann es, je nach Pilzart wenige Tage (etwa bei den Hefepilzen Candida) oder auch 3 bis 4 Wochen (bei Dermatophyten) dauern.

Differenzialdiagnose bei Fußpilz

Auch andere Erkrankungen können mit Symptomen wie einer feuchten, aufgeweichten Fußhaut, einer trockenen Fußhaut oder einer Schuppenbildung einhergehen, die denen einer Fußpilz-Infektion ähneln. Da diese Erkrankungen einer anderen Behandlung bedürfen, ist es daher wichtig, im Rahmen der Fußpilz-Diagnostik andere in Frage kommende Erkrankungen auszuschließen. Zu diesen Erkrankungen gehören beispielsweise die Schuppenflechte (Psoriasis), ein Ekzem oder eine bakterielle Infektion der Fußhaut.

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