Fußpilz – Behandlung

Wie wird Fußpilz behandelt?

Fußpilz Behandlung und TherapieEin Fußpilz sollte in jedem Fall medizinisch behandelt werden, auch wenn er nur leicht ausgeprägt ist und geringe Beschwerden verursacht. Ohne eine entsprechende Behandlung heilt ein Fußpilz nämlich nicht ab. Vielmehr breitet er sich unbehandelt auf den ganzen Fuß oder auch andere Körperbereiche aus und verläuft chronisch. Außerdem besteht ein hohes Risiko, dass sich andere Menschen anstecken, wenn eine Fußpilz-Infektion nicht behandelt wird.

Zur Fußpilz-Behandlung werden in der Regel sogenannte Antimykotika eingesetzt. Dabei handelt es sich um Antipilzmedikamente, die abhängig vom Ausmaß der Fußpilz-Infektion, entweder lediglich äußerlich in Form von Cremes, Salben oder Sprays auf die betroffenen Hautregionen aufgetragen werden (topische Behandlung), oder innerlich in Form von Tabletten verabreicht werden (systemische Behandlung).

Je nach Wirkungsweise der Antimykotika lassen sich dabei grundsätzlich zwei verschiedene Arten von Antipilzmitteln unterscheiden: die fungistatischen Antimykotika, die das Wachstum der Pilzerreger hemmen, und die fungiziden Antimykotika, die die Pilzerreger gezielt abtöten. Von der Wirkungsweise der Antipilzmittel hängt auch ab, wie lange sie angewendet werden müssen:

  • Fungistatische Antimykotika: Diese Antipilzmittel enthalten Wirkstoffe wie beispielsweise Clotrimazol, die primär die Vermehrung der Fußpilz-Erreger hemmen und so verhindern, dass sich die Fußpilz-Infektion weiter ausbreitet. Fungistatische Antimykotika müssen etwa drei bis vier Wochen lang zwei- bis dreimal täglich angewendet werden. So lange braucht die Haut ungefähr, um sich vollständig zu erneuern und die vom Fußpilz befallenen Hautzellen nach und nach abzustoßen.
  • Fungizide Antimykotika: Diese Antipilzmittel enthalten Wirkstoffe wie beispielsweise Terbinafin, die die Fußpilz-Erreger direkt abtöten. Fungizide Antimykotika müssen wesentlich kürzer angewendet werden, als fungistatische Antimykotika. Unter Umständen, etwa bei einer sehr leichten Fußpilz-Infektion, reicht sogar die einmalige Behandlung mit einem pilztötenden Antimykotikum wie Terbinafin.

Topische vs. systemische Behandlung von Fußpilz

Bei der Behandlung von Fußpilz kann je nach Anwendungsart der Antipilzmittel zwischen einer topischen Therapie mit äußerlich angewandten Antimykotika und einer systemischen Therapie mit innerlich angewandten Antimykotika unterschieden werden. Welche dieser Therapievarianten zum Einsatz kommt, hängt vom Ausmaß der Fußpilz-Infektion ab. So genügt es bei einem leichten Fußpilz, der sich noch im Anfangsstadium befindet, meist, die betroffenen Hautregionen im Rahmen einer topischen Therapie äußerlich zu behandeln. Ein fortgeschrittener Fußpilz oder ein Fußpilz, der trotz topischer Therapie nicht verschwindet, muss dagegen systemisch mit Tabletten behandelt werden.

  • Topische Behandlung von Fußpilz: Bei der topischen Therapie werden die Antipilzmittel äußerlich in Form von gut verträglichen Cremes, Salben, Sprays, Lösungen, Tinkturen, Gels, Puder oder Pasten auf die von Fußpilz betroffenen Hautregionen aufgetragen. Diese äußerlich angewandten Antimykotika sind oftmals rezeptfrei in der Apotheke erhältlich und können leicht in Eigenregie, sprich in Selbstmedikation, zur Behandlung von Fußpilz eingesetzt werden. In der Regel müssen sie für drei bis vier Wochen zwei- bis dreimal täglich auf die betroffene Fußhaut aufgetragen werden. Dabei dringen sie tief in die Hautschichten ein, um auch die tiefer sitzenden Fußpilz-Sporen zu erreichen.
  • Systemische Behandlung von Fußpilz: Bei der systemischen Therapie werden die Antipilzmittel oral in Form von Tabletten verabreicht und so über den Blutkreislauf im gesamten Organismus verteilt. Diese innerlich angewandten Antimykotika kommen in der Regel nur bei schweren, fortgeschrittenen Fällen von Fußpilz zum Einsatz, etwa wenn der Fußpilz schon großflächig die Fußsohlen, die Fersen, den Fußrücken und die Nägel befallen hat. Außerdem wird eine systemische Therapie auch notwendig, wenn die topische Therapie nicht den gewünschten Erfolg gezeigt hat und die Beschwerden weiter anhalten.

 

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Wie lange muss die Fußpilz-Behandlung durchgeführt werden?

Eine regelmäßige und ordnungsgemäße Anwendung bzw. Einnahme der Antimykotika ist notwendig, um den Fußpilz effektiv zu behandeln. Deshalb ist es wichtig, sich genau an die Vorgaben des Arztes, der das Antimykotikum verordnet hat, bzw. an die Vorschriften in der Gebrauchsanweisung zu halten. Insbesondere die vorgeschriebene Anwendungsdauer sollte eingehalten werden. So sollten die Antimykotika auf keinen Fall frühzeitig abgesetzt werden, sobald die typischen Fußpilz-Symptome verschwunden sind.

Denn auch wenn keine Beschwerden wie Hautrötungen, Hautschuppen, Bläschenbildung oder Jucken mehr in Erscheinung treten, sind die für den Fußpilz verantwortlichen Erreger nicht zwangsläufig vollständig verschwunden oder abgetötet. Stattdessen sind in den einzelnen Hautschichten trotz des Abklingens der Symptome häufig noch Fußpilz-Erreger vorhanden, die sich nach dem Absetzen der Antimykotika erneut vermehren und damit zu einem erneuten Aufflammen der Fußpilz-Infektion führen können.

Um eine restlose Beseitigung der Fußpilz-Erreger zu gewährleisten und einen Rückfall zu verhindern, sollte die Fußpilz-Therapie daher niemals eigenständig zu früh abgebrochen werden, sondern gemäß den Vorgaben des Arztes bzw. der Gebrauchsanweisung fortgeführt werden. Diese Vorgaben besagen in der Regel, dass die Fußpilz-Behandlung über einen Zeitraum von mindestens 3 bis 4 Wochen durchgeführt werden sollte, auch wenn die Symptome vor Ablauf dieser Zeitspanne schon verschwunden sind.

Welche Wirkstoffe gegen Fußpilz gibt es?

Antimykotika gegen Fußpilz gibt es mit vielen verschiedenen Wirkstoffen. Je nach Wirkungsspektrum der Antimykotika wird dabei zwischen Schmalspektrum- und Breitspektrum Antimykotika unterschieden. Schmalspektrum-Antimykotika sind nur bei einer geringen Zahl von Fußpilz-Erregern wirksam; vor ihrer Anwendung muss daher die genaue Pilzart bekannt sein. Breitspektrum-Antimykotika bekämpfen dagegen mehrere Pilzarten gleichzeitig und können daher gegen eine Vielzahl unterschiedlicher Fußpilz-Erreger eingesetzt werden. Zu den zur Verfügung stehenden Schmalspektrum-Antimykotika gehören unter anderem das gegen Hefepilze wirkende Antimykotikum Nystatin und das gegen Dermatophyten wirkende Antimykotikum Tolnafat. Sowohl Nystatin als auch Tolnafat werden äußerlich angewandt.

Gängige Breitspektrum-Antimykotika sind insbesondere die sogenannten Azole. Zu ihnen gehören beispielsweise die Wirkstoffe Bifonazol, Clotrimazol, Miconazol, Itraconazol und Fluconazol. Diese Antimykotika wirken fungistatisch, d.h. sie hemmen das Wachstum und die Vermehrung der Fußpilz-Erreger, und werden meist äußerlich in Form von Cremes, Lösungen oder Sprays (Bifonazol, Clotrimazol und Miconazol), aber auch innerlich in Form von Tabletten (Itraconazol und Fluconazol) eingesetzt. Ein ebenfalls häufig eingesetztes Breitspektrum-Antimykotikum ist Terbinafin, das sowohl äußerlich (topisch) als auch innerlich (systemisch) angewandt werden kann und anders als die Azole fungizid wirkt, d.h. die Fußpilz-Erreger abtötet.

Unterstützende Maßnahmen bei der Behandlung von Fußpilz

Für eine erfolgreiche Fußpilz-Behandlung ist es sehr wichtig, die betroffenen Hautstellen am Fuß, insbesondere die Zehen und die Zehenzwischenräume sauber und trocken zu halten. Deshalb sollten Betroffene darauf achten, die Füße nach dem Waschen stets gründlich abzutrocknen und keine zu engen Schuhe zu tragen. Außerdem kann es auch hilfreich sein, Stoffstreifen zwischen die Zehen zu legen.

Weitere unterstützende Maßnahmen bei der Fußpilz-Behandlung bestehen darin, Socken und Strümpfe täglich zu wechseln und bei mindestens 95 Grad zu waschen, um die Fußpilz-Erreger zu beseitigen. Und auch Badematten und Handtücher sollten möglichst heiß in der Maschine gewaschen werden. Getragene Schuhe sollten mit einem pilzwirksamen Mittel desinfiziert werden, um einer erneuten Fußpilz-Infektion vorzubeugen.

Wie sieht die Prognose bei Fußpilz aus?

Eine Fußpilz-Infektion heilt grundsätzlich nicht von alleine ab. Vielmehr breitet sich der Fußpilz ohne Behandlung meist weiter aus und verläuft chronisch. Eine konsequente und adäquate Behandlung von Fußpilz ist daher unumgänglich. In der Regel lässt sich ein Fußpilz aber sehr gut behandeln und innerhalb weniger Wochen problemlos beseitigen.

Die gängigen Antimykotika zur äußeren Anwendung sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich und können leicht in Eigenregie zur Behandlung der Fußpilz-Infektion eingesetzt werden. Ein Arztbesuch ist normalerweise nur dann angeraten, wenn der Fußpilz zum ersten Mal auftritt oder trotz konsequenter Behandlung immer wieder in Erscheinung tritt. Nach dem Abheilen der Erkrankung kann einer erneuten Fußpilz-Infektion mit gezielten Maßnahmen vorgebeugt werden.

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