Malassezia

Skin problemsMalassezia

Malassezia gehört zu der Gattung der sogenannten Brandpilze. Es handelt sich bei Malassezia um einen Hefepilz, der sich gewöhnlich auf der Hautflora eines jeden Menschen befindet. Wie auch bei anderen Mykosen, kommen die Malassezia-Hefen auch bei anderen Lebewesen, wie zum Beispiel Hunden vor. Die Besonderheit bei den Malassezia-Hefen ist, dass diese bei jedem Menschen auf der Haut vorhanden sind und somit grundsätzlich keine schädliche Wirkung haben. Allerdings sind die Malassezia-Hefen auch als Erreger an einer Vielzahl von Hauterkrankungen beteiligt.

Malassezia-Hefen

Malassezia-Hefen kommen auf der Hautflora von allen Menschen und einigen anderen Warmblütern vor. Die Malassezia-Hefen ernähren sich hauptsächlich von langkettigen Fettsäuren. Die einzige Ausnahme bildet hierbei die Malassezia-Hefe der Spezies M. Pachydermatis.

Auf Grund der notwendigen Versorgung mit langkettigen Fettsäuren, kommen Malassezia-Hefen sehr häufig in talgreichen Regionen der Haut vor. Am beliebtesten für Malassezia-Hefen sind hierbei die Kopfhaut, das Gesicht und die vordere und hintere Schweißrinne. Die Malassezia-Hefen werden nach heutiger Forschung in zwölf verschiedenen Spezies unterteilt.

Die Häufigkeit der Malassezia-Hefen auf der Haut eines gesunden Menschen hängt vor allem mit dem Alter der Person zusammen. So ist mit Einsetzen der Pubertät eine erhöhte Talgdrüsenfunktion gegeben. Ab diesem Zeitpunkt ist die Besiedelung für die Malassezia-Hefen besonders geeignet, dessen Anzahl ab jetzt deutlich ansteigt. Erst mit dem Alter und der damit verbundenen geringen Talgdrüsenfunktion geht die Besiedelungsdichte mit Malassezia-Hefen wieder zurück.

Pityriasis versicolor ? als häufigste Erkrankungsform mit Malassezia-Hefen

Pityriasis versicolor ist die am häufigsten anzutreffende Erkrankung mit einem Pilzerrger der Gattung Malassezia. Die hierfür verantwortliche Malassezia-Hefe ist Malassezia Furfur. In den tropischen Regionen soll jeder zweite Mensch von dieser Erkrankung mit Malassezia-Hefen betroffen sein. In der gemäßigten Zone, zu der auch Deutschland, Österreich und die Schweiz gehören, ist dies nur 1 Prozent der Bevölkerung.

Die Erkrankung mit Pityriasis versicolor, die durch eine Malassezia-Hefe ausgelöst wird, kommt dabei in zwei verschiedenen Varianten vor. So unterscheidet man zwischen der Erkrankung durch Malassezia-Hefen an Pityriasis versicolor chromians und der Erkrankung durch Malassezia-Hefen an Pityriasis versicolor alba.

Symptome und Aussehen von Pityriasis versicolor

Pityriasis versicolor chromians, die durch Malassezia-Hefen ausgelöst wird, tritt in einer hyperpigmentierten Form auf. Die Malassezia-Hefe sorgt dafür, dass diese Hyperpigmentierung sich meist in nahezu rundlicher Form zeigt. Die Flecken treten besonders in den talgreichen Zonen der Haut auf, aber auch an anderen Körperregionen wie zum Beispiel an Bauch und an Armen ist die Erkrankung durch Malassezia-Hefen schon angetroffen worden.

Das besondere Kennzeichen an dieser, durch Malassezia-Hefen ausgelösten Mykose, ist die vorhandene Farbvielfalt der Flecken bzw. der Hyperpigmentierungen. Diese werden bei der Mykose durch Malassezia-Hefen von einer Schuppung überdeckt, die unter einem langwelligen UV-Licht eine gelb ? grüne Fluoreszenz aufweist.

Wenn nach der Abheilung der hyperpigmentierten Flecken dennoch langanhaltende Depigmentierungen vorhanden sind, spricht man von einer Erkrankung mit Malassezia-Hefen in Form der Pityriasis versicolor alba. Diese Form der Erkrankung mit Malassezia-Hefen betrifft hauptsächlich Erwachsene und lässt sich schlecht therapieren. Eine Verbesserung der Erkrankung mit Malassezia-Hefen tritt hier nur langsam ein und bedarf einer ausgiebigen Behandlung mit Hilfe eines Fachmannes.

Wie kann es zu der Erkrankung durch Malassezia-Hefen kommen?

Wie es zu einer solchen Erkrankung durch Malassezia-Hefen kommt, ist nicht eindeutig geklärt. Häufig wird von Medizinern vorgetragen, dass es sich hierbei um eine allergische Reaktion handeln soll, die meist durch eine erhöhte Verdichtung der Malassezia-Hefen ausgelöst wird. Andere Mediziner sagen hingegen, dass sich die Malassezia-Hefen meist nur auf sogenannte Risikogruppen krankhaft entwickeln können. Dies sind unter anderem Schwangere und immungeschwächte Personen. Wiederum andere Mediziner fordern ein Zusammenspiel zwischen den Risikogruppen und der darauf einwirkenden allergischen Reaktion. Im Endeffekt kann man daher sagen, dass kaum einer vor einer Erkrankung durch Malassezia-Hefen sicher ist. Sollte man allerdings zu einer der Risikogruppen gehören, ist die Wahrscheinlichkeit an einer Erkrankung durch Malassezia-Hefen zu erkranken, wesentlich höher.

Ist diese Erkrankung durch Malassezia-Hefen gefährlich?

Die Erkrankung durch Malassezia-Hefen in Form der Pityriasis versicolor ist grundsätzlich nur ein kosmetisches Problem für die betroffenen Personen. Die hyperpigmentierten Flecken sind häufig langanhaltend und über ein großes Areal der Haut verteilt. Somit steht das kosmetische Problem der Erkrankung durch Malassezia-Hefen für die betroffenen Personen meist im Vordergrund. Denn grundsätzlich ist so eine oberflächliche Mykose durch Malassezia-Hefen nicht gefährlich und schon gar nicht lebensbedrohlich.

Allerdings sollte man diese Erkrankung durch Malassezia-Hefen nicht auf die leichte Schulter nehmen und von einem Fachmann untersuchen lassen. In einigen Fällen kann die oberflächliche Mykose durch Malassezia-Hefen in eine systemische Mykose ausarten, wenn die Haut so stark angegriffen wird, dass der Erreger in den Körper gelangt. Bei einer systemischen Mykose werden die inneren Organe des Menschen angegriffen, was diese Erkrankung meist tödlich enden lässt.

Feststellung der Erkrankung durch Malassezia-Hefen

Die Feststellung einer Erkrankung durch Malassezia-Hefen geschieht zunächst durch eine körperliche Untersuchung. Dabei schaut sich der Mediziner die betroffene Stelle genau an und nimmt anschließend eine Probe von dieser. Dabei werden meist ein paar Hautschuppen abgeschabt, die im Anschluss mikroskopisch untersucht werden. Mit Hilfe eines sogenannten KOH-Präparates kann der Mediziner genau feststellen, ob eine Erkrankung durch Malassezia-Hefen vorliegt. Wenn der Mediziner hier nämlich sogenannte ?spaghetti and meat balls? Ansammlungen runder Sprossenzellen und Hyphen finden sollte, dann kann als fast sichere Diagnose gestellt werden, dass der betroffene Patient an einer oberflächlichen Mykose durch Malassezia-Hefen erkrankt ist.

Behandlung der durch Malassezia-Hefen ausgelösten Mykose

Eine Behandlung der durch Malassezia-Hefen ausgelösten Mykose findet meist durch eine sogenannte topische Therapie statt. Dabei wird mit Hilfe einer äußeren Anwendung versucht, den Erreger einzudämmen und zu vernichten. Hierbei kommen meist Salben, Gele, spezielle Shampoos oder Cremes zum Einsatz. Diese werden in regelmäßigen Abständen auf die durch Malassezia-Hefen erkrankte Region der Haut gegeben und großflächig eingecremt. Dies ist besonders wichtig, da sich auch einige Zentimeter um den Erregerherd mit den Malassezia-Hefen noch Krankheitserreger befinden können. Insbesondere sollte man auch darauf achten, die mit der Mykose in Kontakt kommende Kleidung, gründlich zu desinfizieren. Nur so kann eine topische Therapie zum Erfolg führen und die Erkrankung durch Malassezia-Hefen beenden.

Damit die topische Therapie bei einer Erkrankung durch Malassezia-Hefen besonders gut wirkt, wird in diesem Fall meist zusätzlich mit Lösungen gearbeitet, die nicht nur auf die betroffene Stelle und dessen Umkreis gegeben wird. Diese Lösung wird auf den ganzen Körper angewendet, um die Ausbreitung zu bekämpfen und die Erkrankung durch Malassezia-Hefen zu beenden. Dies kommt vor allem zum Einsatz, wenn sich die hyperpigmentierten Flecken großflächig ausgebreitet haben und somit der Verdacht im Raum steht, dass sich die Erreger schon wesentlich größer ausgebreitet haben, als optisch zu erkennen ist.

Bei der topischen Therapie der Erkrankung durch Malassezia-Erreger kommen sogenannte Antimykotika zum Einsatz. Dabei werden Antimykotika der Gruppe Azole, Ciclopiroxolamin und Terbinafin angewendet. Diese haben sich in zahlreichen großen Studien als besonders effektiv für die Behandlung einer Mykose, die durch Malassezia-Erreger ausgelöst wurde, bewährt.

Malassezia-Follikulitis

Diese Erkrankung wird ebenfalls durch die Malassezia-Hefen ausgelöst. Allerdings kommt diese Erkrankung durch Malassezia-Hefen nicht so häufig vor, dennoch sollte diese nicht unterschätzt werden. Besonders lästig finden betroffene Personen an dieser Art der Erkrankung durch Malassezia-Hefen, dass die hyperpigmentierten Flecken extrem jucken und es zu einer Pustelbildung kommt. Auch hier wird die Erkrankung durch Malassezia-Hefen mit Hilfe von Antimykotika behandelt, die in diesem Fall grundsätzlich immer eine rasche Linderung der Beschwerden herbeiführen.

Malassezien-Dermatitis

Nicht nur bei den Menschen kann durch Malassezia-Hefen eine Erkrankung auftreten. Auch andere Warmblüter sind davon betroffen. Besonders häufig kommt eine solche Erkrankung durch Malassezia-Hefen bei Hunden vor. Diese Erkrankung nennt sich dann Malassezia-Dermatitis. Bei Hunden lässt sich eine solche Erkrankung durch Malassezia-Hefen häufig nur sehr spät feststellen, da die meisten Besitzer die anfänglichen Symptome nicht wahrnehmen und zunächst an Flöhe oder ähnliches denken. Auch das meist dichte Fell macht es dem Besitzer nicht einfacher, seinem geliebten Haustier zu helfen und die Erkrankung durch Malassezia-Hefen optisch wahrzunehmen.

Auch bei einem Tier kommt es hier zu einer Hyperpigmentierung, die meist ein großes Areal betrifft. Auch Hautverdickungen sind keine Seltenheit bei der Erkrankung durch Malassezia-Hefen. Besonders häufig haben vor allem Hunde bei einer Erkrankung durch Malassezia-Hefen mit einem Befall der Pfoten und Krallen zu kämpfen. Häufiges lecken der Pfote sollte daher von jedem Besitzer eines Tieres beobachtet und ein Tierarzt um Rat gefragt werden. Nur dieser kann dem Tier helfen und eine solche Erkrankung durch Malassezia-Hefen feststellen.

Auch bei einer Krallenbettentzündung oder der Verfärbung der Krallen sollte an eine Erkrankung durch Malassezia-Hefen gedacht werden. Besonders starker Juckreiz und Rötungen sollten dringend dem Tierarzt gezeigt werden, da Hunde sich diese befallenden Stellen häufig blutig aufkratzen. Durch dieses Aufkratzen kann der Erreger in den Körper gelangen und wesentlich schlimmere Folgen auslösen. Zudem ist die Heilung dadurch wesentlich länger und somit sind die Schmerzen des betroffenen Tieres stärker.

Sowohl Menschen, als auch Tiere sollten bei Schuppungen und Rötungen einen Mediziner aufsuchen und diese behandeln lassen. Vor allem bei einer großflächigen Ausbreitung kommt man um eine Behandlung nicht herum. Denn auch wenn die Erkrankung durch Malassezia-Hefen grundsätzlich harmlos ist, kann diese doch in einigen Ausnahmefällen schlimme Folgen mit sich bringen.

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