Behandlung

tablets and pillsPilzbehandlung mit Antimykotika

In der Behandlung von Pilzinfektionen kommen Antimykotika zum Einsatz. Es handelt sich dabei um Medikamente, deren Wirkstoffe auf unterschiedliche Weise den Pilzerreger schädigen, um seine Aktivität zu stoppen und seine Ausbreitung zu verhindern.

  • Antimykotika, die den Pilz unmittelbar abtöten, haben eine fungizide Wirkung.
  • Anti-Pilz-Mittel, die das Wachstum der Pilze hemmen und den Erreger auf diese Weise mittelbar vernichten, haben fungistatische Wirkung.

Je nachdem, wie groß die Vielfalt der Erreger ist, die ein pilzschädigendes Medikament erfasst, wird es als Schmalspektrum- oder als Breitspektrum-Antimykotikum bezeichnet.

  • Ein Schmalspektrum-Antimykotikum bekämpft als spezialisiertes Mittel nur eine einzige oder wenige verwandte Pilzarten.
  • Ein Breitspektrum-Antimykotikum wirkt gegen unterschiedliche Pilzfamilien gleichermaßen gut.

Die erfolgreiche Behandlung einer Mykose hängt entscheidend davon ab, ob gegen den im Einzelfall aktiven Pilzerreger der richtige Arzneistoff zum Einsatz kommt. In einigen Fällen deutet der Infektionsort auf den am Krankheitsgeschehen beteiligten Pilz hin. Scheidenpilz wird beispielsweise in 90 Prozent der Fälle vom Hefepilz Candida albicans verursacht. Nagel- und Fußpilz geht hingegen meist auf eine Besiedlung mit Dermatophyten zurück, zu denen sich Hefepilze und Schimmelpilze hinzugesellen können.

Um das jeweils wirksamste Medikament gezielt während der Pilzbehandlung einsetzen zu können, kann der Arzt einen Erregernachweis durchführen. Über einen Abstrich entnimmt er eine kleine Probe vom infizierten Gewebe. Im Labor wird der isolierte Pilzerreger in einer Kultur angezüchtet. Wenn der Pilz sich nach ein bis vier Wochen ausreichend entwickelt hat, zeigt eine Untersuchung unter dem Mikroskop, um welche Pilzart es sich bei der Probe handelt (Bestimmung des Pilzerregers). In Abhängigkeit vom Untersuchungsergebnis wählt der Arzt ein optimal wirksames Medikament und legt die Dauer der Pilzbehandlung fest.

Die Bekämpfung der Mykose setzt die konsequente Therapietreue des Patienten voraus. Ein Heilungserfolg stellt sich nur ein, wenn Behandlungshäufigkeit und -dauer genau eingehalten werden. Symptomfreiheit kennzeichnet bei einer Pilzinfektion noch nicht das Therapieziel. Auch wenn die Beschwerden nachgeben, ist eine Fortsetzung der Behandlung wichtig, damit der Pilz verschwindet.

» Weiterlesen : Antimykotika (Antipilzmittel)

Topische und systemische Therapieformen bei Mykosen

Der Körper kann Antimykotika während einer Pilzbehandlung auf unterschiedliche Art aufnehmen.

  • Im Rahmen einer topischen Therapie wirken Arzneistoffe mit pilzschädigenden Eigenschaften oberflächlich auf der Haut und lokal direkt am Ort des Infektionsgeschehens.
  • Während einer systemischen Therapie gelangen antimykotische Arzneistoffe in den Blutkreislauf und bekämpfen die Pilzerreger aus dem Körperinneren.

white tube with ointment isolated on a white backgroundTopische Pilzbehandlung

Im Rahmen einer topischen Pilzbehandlung versorgen Salben, Cremes, Tropfen, Gele, Sprays, Lotionen oder Nagellacke die vom Pilzbefall betroffenen Körperregionen mit dem antimykotischen Wirkstoff. Medikamente, die lokal wirken, eignen sich zur Behandlung von Pilzinfektionen an der Körperoberfläche, im Bereich von Haut, Hautanhangsgebilden und Schleimhäuten. Sie bewähren sich beispielsweise im Einsatz gegen Fußpilz, Nagelpilz und Scheidenpilz.

Unter dem Markennamen Canesten® stehen bewährte, gut verträgliche Medikamente für die örtliche Pilzbehandlung zur Verfügung. Ihre Wirkstoffe zählen zur Gruppe der Azole, die den Aufbau der Zellmembran von Pilzzellen stören, das Wachstum der Pilze hemmen und schließlich zum Tod der Erreger führen.

  • Canesten® EXTRA setzt den Arzneistoff Bifonazol erfolgreich gegen Dermatophyten ein und bekämpft mit Breitbandwirkung darüber hinaus auch Hefen und Schimmelpilze. Daneben entfaltet der Wirkstoff antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften. Die Vielseitigkeit bewährt sich beispielsweise in der Behandlung der Fußmykose, wenn alle drei Pilzarten zum Krankheitsverlauf beitragen und gleichzeitig eine bakterielle Superinfektion die Entzündungsreaktion verstärkt. Außerdem eignet sich Bifonazol aufgrund seiner Breitbandwirkung gut zur Selbstmedikation.
  • Canesten® GYN Once Kombi enthält den zuverlässigen und vielfach bewährten Wirkstoff Clotrimazol, der erfolgreich den Hefepilz Candida albicans bekämpft. Der Erreger ist in 90 Prozent der Fälle verantwortlich für Pilzinfektionen des weiblichen Genitalbereichs. Für die Pilzbehandlung bei Mykosen der Scheide steht das Medikament mit einer Vaginaltablette und Creme zur äußerlichen Behandlung zur Verfügung. Eine Depotwirkung sorgt dafür, dass der Arzneistoff über mehrere Tage hinweg nach und nach an das infizierte Gewebe abgegeben wird. Um auch die Erreger im äußeren Bereich zu bekämpfen, erfolgt die Behandlung in Kombination mit der Canesten® GYN Creme. Mit Canesten® GYN Once Kombi ist eine erfolgreiche Pilzbehandlung mit nur einmaliger Anwendung einer Vaginaltablette und Creme möglich.

» Weiterlesen : Topische Therapie

iv drip in woman handSystemische Pilzbehandlung

Im Rahmen einer systemischen Therapie bringen Tabletten oder Infusionen ein Antimykotikum aus den Gruppen der Polyene, Azole oder Echinocandine in den Blutkreislauf. Mit unterschiedlichen Mechanismen schädigen alle drei Arzneistoffklassen die Zellwandbausteine der Pilzerreger und unterbinden auf diese Weise ihr Wachstum. Die systemische Pilzbehandlung gilt als Mittel der Wahl, wenn

  • invasive Pilzinfektionen sich im Körperinneren ausgebreitet haben,
  • eine lokale Therapie aufgrund von Unverträglichkeiten nicht möglich ist oder bei stark entzündeten Infektionen und schweren Hautveränderungen Unterstützung braucht.

» Weiterlesen : Systemische Therapie

Diese Website benutzen Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Akzeptieren